Das Ministerium der verlorenen iPads

Spanien hat es derzeit nicht leicht: Die Sparmaßnahmen der Regierung Rajoy treffen die Bürger mit Wucht. Die Arbeitslosenzahlen liegen in Bereichen, die uns in Deutschland eiskalt erschauern lassen würden. Die Folgen der Finanzierungskrise für Wohnungseigentum führen immer häufiger zu Enteignung und Rauswurf zahlungsunfähiger Eigentümer. Die Leute stehen nicht nur auf der Straße sondern gehen in Scharen auf dieselbige, um zu protestieren. Und zu allem Überfluss erlebte Madrid unlängst sein spanisches Dortmund, als bei einem Popkonzert in einem Arenadurchgang eine Rakete gezündet wurde und bei der folgenden Massenpanik Tote und Schwerverletzte zu beklagen waren.

Die iberische Volksseele kocht, und da kommt eine Nachricht aus dem Kongress gerade recht:
Die 350 Abgeordneten waren zu Beginn der Legislaturperiode allesamt mit iPads ausgestattet worden. Doch die Geräte scheinen dem Red-Bull-Effekt zu unterliegen und Flügel zu bekommen. Mehr und mehr Parlamentarier meldeten ihre Edeltablets als verloren. Da fragt sich die Wählerschaft, ob die Damen und Herren Volksvertreter schlicht zu blöde oder womöglich kriminell sind.

Caducahoy berichtet, dass nun keine Ersatzgeräte mehr gestellt werden und die IT-Abteilung durchblicken ließ, dass der Aufenthaltsort der verschwundenen iPads per Softwareabfrage bestimmt werden könne. Auf mysteriöse Weise sei daraufhin eine ganze Menge der Verlustposten im „Ministerium der verlorenen iPads“ wieder aufgetaucht. – Honni soit qui mal y pense.

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La palabra del día, das Wort des Tages: Chorizo bedeutet im Spanischen nicht nur „Wurst“ sondern umgangssprachlich auch „Gauner“.

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