Der Unglücksrabe

Diese kurze Zwischenmeldung schreibe ich für diejenigen unter Ihnen, die meiner Bitte aus dem Januar entsprechen und seither dem Sohn 2.0 die Daumen drücken, auf dass ihm – dem geborenen Dekonstrukteur, Zerstörer und Pechvogel – sein teures Nokia-Lumia-Smartphone wenigsten ein oder zwei Jahre erhalten bleiben möge.

Sie können Ihre Daumen jetzt wieder loslassen. Vor ein paar Stunden meldete sich Sohn 2.0 aus Barcelona. Auf den Ramblas ist ihm gestern Abend sein Smarty im Getümmel „abhanden gekommen“. Ich solle doch bitte seine SIM-Karte sperren lassen.

Leider hilft es absolut nichts, wenn ich entnervt schreibe: Ich habe es kommen sehen. – Verkneifen kann ich es mir trotzdem nicht. Väter eben. Und Söhne.

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Der Güldene Freitagstexterpokal

Schreiten wir nun also zur Siegerehrung meines letztfreitäglichen Freitagstexters. Ich komme zwar nicht umhin zu konstatieren, dass sich die Teilnahmebegeisterung in den letzten Wochen immer stärker abgekühlt hat und sich für mein Abkühlungsbildchen gerade mal noch fünf Texter mit acht Beiträgen eingefunden haben. Ich erinnere mich durchaus noch an Runden, in denen dreißig oder mehr Textvorschläge eingingen. Aber vielleicht liegt es ja auch am Bildmaterial; eine Kanalschlürferin ist möglicherweise nicht jedermanns oder jederfraus Sache. Oder sind wir vielleicht schon ins Sommerloch gefallen?

Der harte Texterkern hat sich allerdings wieder sehr verdient gemacht beim Ringen mit Gedanken und Worten. Denkwürdig ist beispielsweise die „Labestelle der Neuköllner Otters“ des Dauerteilnehmers außer Konkurrenz, Herrn Hubbie. Genau so gut hat mir die Pinklerdrohung von Frau Spätlese trocken gefallen, im Kontext von Bild und ihrem Untertitel zählt ihr Pseudonym übrigens doppelt!

Den Pokal reiche ich jedoch an einen anderen weiter:

Pajilla veneciana

„Kuck mal, Mammi – ’ne Trinkhalle!“

Zumindest Wahlhessen wie ich, die Jahrzehnte gebraucht haben, um das Konzept der Trinkhalle etwa im Vergleich zum Biergarten wenigstens grundsätzlich zu würdigen, können meine Begeisterung für den Untertitel des Herrn Bee wahrscheinlich nachvollziehen. – Herzlichen Glückwunsch!

Zum FreitagsNexter

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Freitagstexter

Es ist ja nicht so, dass ich Euch Freitagstexter vergessen hätte. Nein, beileibe nicht, denn noch gestern Abend dachte ich voller Vorfreude: Morgen – also am Freitag – in der Früh nimmst Du Dir den PehZeh und Deine Kaffeetasse und schreibst in der Morgensonne auf der Terrasse den Beitrag. Und genau so habe ich das dann ja auch gemacht. Oder besser: wollte ich es machen. Leider bin ich dann auf dem Terrassensitzmöbel angefroren und wurde erst gegen Mittag geborgen, als Tochter 3.0 aus der Schule kam, nervenstark den Eispickel von der letzten Himalaya-Expedition aus dem Keller holte, mich loshackte und in eine dieser goldfarbenen Überlebensdecken wickelte. Mittlerweile bin ich wieder aufgetaut und reiche nun den Freitagstexter zum Wochenende nach. – Wer Deutschland liebt und Einigkeit, der trinkt auch mal ne Kleinigkeit! Haut rein, Leute.

Pajilla veneciana

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Das Foto stammt – wie jedes Mal bei meinen Freitagstextereien – aus unbekannter Quelle und ist mir per E-Mail zugegangen. Und die Regeln zum Mitspielen sind so einfach wie immer.

Im Übrigen bedanke ich mich herzlich bei meiner Mutter, meiner Familie, meinem Agenten, bei Frau Momoseven, die mir freundlicherweise für einen Kommentar zur Freiheitsstatue das güldene Eimerchen verliehen hat, das Woche für Woche unter den ALT-Text-Erfindern für internette Bilder herumgereicht wird.

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