Resteverwertung

Nach meinem samstäglichen Gemütsstrip, in dem ich unter anderem das unrühmliche Ende meiner Ehe beklagte (siehe unten), kam mir bei der Lektüre einer spanischen Tageszeitung ein mörderischer Artikel unter, der mir zwei nicht unwesentliche Aspekte klar machte, die einerseits mich selbst, andererseits aber auch die Situation der Menschheit im Allgemeinen betrafen:

  1. Sowohl meine Ex – so muss ich sie wohl nun nennen -, als auch ich haben großes Glück gehabt. Wir hätten uns ja auch gut und gern in der ungemütlichen Situation des Paares befinden können, um das es in dem Artikel ging: Der Ex-Mann bringt seine Ex-Frau ums Leben, zerteilt – als gelernter Metzger fachgerecht – die Leiche und verstreut die Körperteile auf einer Müllkippe. Im Vergleich dazu sind die Schmerzdame und ich ja nochmal richtig gut weggekommen!
  2. Der Metzger hatte sich aber nicht irgendeine Müllhalde, sondern laut Zeitungsbericht einen muladar ausgesucht. Während ich noch über diese Vokabel sinnierte, die mir keinesfalls geläufig war, folgte schon im nächsten Halbsatz die Erläuterung der Redaktion. Ein muladar ist offenbar eine spezielle Halde, auf der Tierleichen gestapelt werden, die dafür verwendet werden, Geier zu füttern.

Geierfütterung mit Leichenresten? Gibt es sowas nur südlich der Pyrenäen? Oder auch nördlich der Alpen? – Ist das womöglich die spanische Variante der italienischen Betonfüße, um unliebsame Zeitgenossen à la mafia verschwinden zu lassen?

Ich bin scheinbar nicht ganz auf dem Laufenden. Muss mehr Zeitung lesen. Habe ja jetzt durchaus die Zeit dafür.

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