Die Rückkehr des Sekretärs

Ruhig ist es hier geworden in den letzten Wochen. Fast so ruhig, wie es in meiner Klause war. Hat Frau Charlotte Angst vor der eigenen Courage bekommen? Oder wurde ihr die Bloggerei einfach zu viel? Zu viel Arbeit? Zu viel Verpflichtung? Zu viel Fremdbestimmung? Wir werden es erfahren.

Ich jedenfalls habe mein Rückzugsexperiment abgebrochen: Zweieinhalb Monate ohne E-Mail, ohne Wortmischerei, ohne Internet. Zweieinhalb Monate Medienabstinenz in Ergänzung zur katholischen Fastenzeit – und beinahe wäre ich nicht wieder zurückgekommen. Am Wochenende habe ich dann aber doch wieder Kehrt gemacht ins Online-Leben; weil nämlich mein neuer Vermieter telefonisch nachfragte, warum ich nicht auf seine E-Mails antworten würde.
Rasch hineingesehen in die Kiste, auch wenn ich mich beinahe nicht mehr an mein Kennwort erinnert hätte, so schnell kann das gehen. 208 E-Mailnachrichten seit dem 28. Februar, drei davon vom Vermieter. Auf den Schock habe ich mir gleich mein erstes Bier seit Aschermittwoch gegönnt, worauf ich wiederum fast vom Barhocker gerutscht wäre. Ein Teufelskreis.

Da bin ich also nun wieder und habe von meiner Suche nach einem vernünftigen Titel für diesen Eintrag gleich noch einen Link mitgebracht. Nach dem Eintippen der Worte „Die Rückkehr des“ in das Adressfeld schickte mich mein Browser nämlich zum Hamburger Abendblatt: Die Rückkehr des Sekretärs ergänzte der gute Feuerfuchs überraschend.

(Kennt mich mein PehZehn wirklich so gut, wie ich argwöhne? Seit ein paar Wochen liebäugle ich tatsächlich mit einem Sekretär für eine Wohnzimmerwand in meiner neuen RL-Klause.)

Marktex 5348

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