Ja, mi leckst!

Briefumschlag

Hartnäckig hält sich das Gerücht, wegen zunehmender Verbreitung der digitalen Korrespondenz (E-Mail, SMS, WhatsApp & Co.) würden Menschen weniger Briefe auf Papier schreiben und verschicken. – Nicht wahr? Das haben Sie selbst auch schon oft gehört? Weil es doch so viel einfacher sei, einen Text tippen und überarbeiten zu können, statt ihn in ungeübter Handschrift auf tote Bäume kritzeln, eintüten, zupappen und zu allem Überfluss auch noch mit einer Briefmarke bekleben sowie eigenfüßig zum Briefkasten bringen zu müssen?

Doch glauben Sie mir: Diese Begründung ist völliger Quatsch! Warum sollten Menschen den Weg zum Briefkasten scheuen, wenn sie täglich Stunden auf Laufbändern in Fitnessstudios zubringen? Der wirkliche Grund für den Niedergang der Briefkultur ist an anderer Stelle zu suchen.

Tatsächlich ist das Problem nämlich hausgemacht und liegt am Lecken. Erinnern Sie sich an den Geschmack der Klebekanten von Briefumschlägen und Rückseiten von Postwertzeichen? – Grauenhaft, seien Sie ehrlich! Die gute alte Post ist eindeutig selbst schuld daran, dass niemand mehr Briefe schreibt.

Schließlich ist nicht einzusehen, dass Umschläge und Briefmarken nach dem Fußschweiß des verbeamteten Abstemplers vom Dienst schmecken müssen, wenn doch in jedem gut sortierten Supermarkt Gleitcreme mit Erbeer- und Kondome mit Bananengeschmack feilgeboten werden.

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