Jardines colgantes de Semíramis

Ich hänge gerade in den babylonischen Gärten von Semiramis herum. Sehen Sie sich doch derweil bei ein paar Nachbarn um, die ich für Sie herausgesucht habe.

Frau Nessy hält sich gern in den Räumlichkeiten einer Kunstgalerie der besonderen Art mit internationalem Renommee auf, wo sich (beachten Sie dazu insbesondere die Kommentare des Artikels) die Konstanten der Kunstwelt die Klinke in die Hand geben, um ihren Œvres Rahmen und Geltung zu verleihen. Sie stellt uns ein Opus vor, das „vordergründig den rein dinglich konnotierten Gegensatz zwischen der vergnüglichen Nährung des Leibes und der Trostlosigkeit des räumlichen Hygieneumfelds“ behandelt. – Sind Sie Kunstmäzen(in)? Dann sollten Sie jetzt handeln.

#moreWomen

Im Rahmen der #moreWomen-Kampagne der britischen ELLE entstand eine Fotoserie mit Aufnahmen aus der politischen Szene, aus denen alle männlichen Anwesenden herausretuschiert wurden. Seht Euch an, wie viele Frauen übrig bleiben. (Ein bisschen gruselig wirken die Aufnahmen durchaus.)

Wir bleiben in der Politik. Frau Modeste hat endlich den Wähler der AfD ausfindig gemacht. Er heißt Heinz und „will […] nicht genauso, sondern besser behandelt werden als diejenigen, die in seinen Augen weniger wert sind als er“. Lesen Sie das. Es ist eine der treffendsten und bissigsten Typanalysen am rechten politischen Rand, die mir bislang untergekommen sind. Seither kann ich auch über die AfD wieder lachen.

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Meine Lieblinks (13)

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Freitagstexter-Pokal

Kaum zu glauben: 28 Kommentare. 28 Textvorschläge zu meinem karfreitaglichen Aufruf zur Bildbeschriftung. Scheinbar ist es tatsächlich so, dass Nudeln immer gehen. Sogar am Osterwochenende. Ihr seid einfach toll, Ihr Hasen! (Bei einigen von Euch muss ich mich entschuldigen. Meine Spamzwerge sind gerade schwer genervt von einer Tsunamiwoge unerwünschter Werbekommentare und haben – sicher versehentlich – einige von Euch auch gleich mal aussortiert. Das tut mir sehr leid, und ich habe Euch auch alle einzeln wieder aus dem Orkus für chinesische und russische Dummschwätzer herausgefischt.)

Aber kommen wir doch zu den wichtigen Dingen des Lebens, nämlich zu den Preisen. Diese Woche muss ich unbedingt ein paar Sonderpokale verleihen. Geht nicht anders. Weil so viele bemerkenswerte Vorschläge gemacht wurden, die leider nicht alle nebeneinander aufs Siegerpodest passen.

In alphabetischer Reihenfolge wären hier zu nennen: Das Bee, das geehrt wird mit dem elektrischen Maschendrahtzaun, Modell Ost-West, für seine Vermutung zu gestörten Essgewohnheiten in Thüringen. – Dauergastblogger Hubbie erhält für sein Pokalregal auf den Kanaren die Große Zahnkrone in Keramik dank seiner Erkenntnisse zu den Zusammenhängen zwischen Nudeln al dente und dritten Zähnen. – Frau Jaelle Katz sackt das Alte Testament in Silber ein für ihren anbetungswürdigen Vorschlag in Glaubensfragen rund um das Spaghettimonster. – Herr Kulturflaneur stellt jahreszeitliche Zusammenhänge her mit einem „essbaren Osternest“ und wird dafür mit den Hasenlöffeln in Platin bedacht. – Unser Küchenblogger Lamiacucina bekommt drei von doppeltem Szenenapplaus begleitete Michelinsterne für den ultimativen Tipp an alle kochenden Gastgeber: „Schnell noch abschmecken, bevor die Gäste kommen“. – Frau Luise erhält den Marienbad-My-Love-Preis* für den längsten mir bekannten Freitagstext, ihre Kurzgeschichte von der gierigen Hexe. – Der Amtskollege Nömix nimmt den Evelyn-Hamann-Gedächtnispreis mit nach Hause für „Hildegard, warum sagen Sie denn nichts“. – Alpenblogger Ösi wird bedacht mit dem goldenen ADAC- ÖAMTC-Autotesterpokal wegen seines klassenbewussten Hinweises auf das „völlig veränderte Raumgefühl in der neuen Ess-Klasse“. – Frau Rosenherz bekommt den Preis für Philosophie & Verdauung dank ihrer existentialistischen Sinnfrage: „Nudeln gehen immer. Bloß wohin?“ – Herr Shhhhh hat sich den Erfinderpreis der Deutschen Einrichtungsindustrie redlich verdient mit seinem essbaren Hochflor-Teppich. – Blognachbar Smamap erhält den Stanley-Kubrick-Horrorgedächtnispreis für die Schockervorstellung von der einen einzigen langen Nudel. – Last but not least wird der Vielfraß geehrt mit Kains biblischer Gabel in Bronze für seinen radikalen Vorschlag von der „Kommunion bei den Pastafari“.

Damit kommen wir zu den drei Plätzen auf dem Siegerpodest. Die Bronzemedaille hänge ich hiermit Frau Poppkörnchen um den Hals für ihre akribischen Recherchen zum kohlehydratigen Erfolgsgeheimnis ewiger Jugend, bei denen sie auf die 93-jährige Marathonläuferin Harriette Thompson gestoßen ist.
Frau La-Mamma geht als Zweite durchs Ziel, nachdem sie dank ihrer telepathischen Superkräfte die heimlichen Gedanken der Nudeltante auf dem Foto aus deren Gehirn ausgelesen und an uns weitergegeben hat: „Chiara rechnet morgen doch eher mit Schlechtwetter.“

Ganz oben auf dem Treppchen aber steht …

Aber noch viel mehr freute sich Gisela auf die Schubkarre Tiramisu.

„Aber noch viel mehr freute sich Gisela auf die Schubkarre Tiramisu.“

Frau Spätlese, die als einzige die Karre mit der Nachspeise entdeckt hat, die links außerhalb des Bildes zur Kühlung hinter der Terrassentüre auf uns wartet. Mit Mühe kämpften die Jurymitglieder den Brechreiz hinunter und einigten sich einstimmig auf die Fortsetzung des Wettbewerbs übermorgen beim …

Zum nächsten Freitagstexter!

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Die wollen nur schreiben.

Jetzt hat es mich erwischt: Herr Bee findet, dass mein erfundener Fortsetzungsband zu den Pippi-Langstrumpf-Erzählungen am besten zu seinem Broadway-Szenenfoto passt, und sogleich verpasst er mir deshalb den Wanderpokal der Freitagstexter. Natürlich freut mich das sehr, und ich sag auch brav Danke dafür, auch wenn ich noch im gleichen Atemzug einen Seufzer ausstoße: Mein Freitagstexter fällt diesmal ausgerechnet auf den Karfreitag, die Prämierung auf den Mittwoch nach dem langen Osterwochenende. Wir werden ja sehen, wer sich zwischen Osterlamm und mineralöl-verseuchten* Liköreiern noch eine gute alte Portion Nudeln wird geben wollen.

Unter diesem Bild könnte Ihr Text stehen!

Wischen Sie sich doch mal die schokoladeverklebten Finger ab, suchen Sie die Tastatur unter dem Haufen Stanniolpapier und verraten Sie uns, was Ihnen angesichts der Essgewohnheiten der jungen Dame auf dem Foto durch das österliche Eierhirn geht. Die Spielregeln sind einfach, und schon am kommenden Mittwoch können Sie Ausrichter der nächsten Runde sein.

Ich freue mich auf Ihre Geistesblitze in den Kommentaren! – Habe die Ehre bis zur Preisverleihung am 30. März …

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P. S.: Weil ja heute die Fastenzeit zu Ende geht und wegen der Extraportion Spaghetti, die hier oben in der Küche wartet, folgt noch rasch der Abschlussbericht meiner Zeit ohne Alkohol und mit etwas reduzierten Mahlzeiten seit Aschermittwoch.

Fastentage: 44
Gewicht: minus 4 Kilo (Wunschergebnis)

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Twitter wird 10

Auch wenn längst die Werbung nervt, auch wenn merkwürdige Verschlimmbesserungen wie eine gewichtete Timeline eingeführt wurden oder das Aufbohren der Tweet-Länge auf Romanformat diskutiert wird: Twitter ist das einzige soziale Netzwerk, an dem ich teilnehme. – Na ja, was man halt so unter „teilnehmen“ versteht; ein großer Tweetpupserschreiber bin ich nicht, aber zumindest lese ich gern bei anderen mit.
 
Happy birthday, Twitter!
 

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