Being Steve A*ki

Steve AoinkiWas macht ein überarbeiteter Vater an einem verregneten Samstagvormittag? – Er fläzt sich aufs Sofa, liest die Wochenzeitung, streamt sich einen gepflegten Krimi auf die Mattscheibe, lernt etwas über die aktuellen Helden der Jugend. Die Tochter 3.0 war vor ein paar Wochen auf dem Big City Beats Festival und lauschte dort unter anderem einem gewissen Steve A*ki, dem strahlenden Star der hippen DJ-Szene. Kennen Sie den Mann? Ich jedenfalls bis heute Morgen noch nicht. Obwohl er mit dieser Frisur durchaus auch als Held meiner Jugend durchgehen hätte können. Als Drummer einer Band zum Beispiel. DJs mit Promistatus gab es damals ja noch nicht.

Auf jeden Fall kam Tochter 3.0 letzthin nach Hause und erzählte, ihr Liebster brauche unbedingt so ein A*ki-T-Shirt. Als Geburtstagsgeschenk. Mega-in, das Teil. Gibt es aber nicht zu kaufen. Mir schwante schon, worauf das hinauslief.
Heute Morgen googelte, instagrammierte und twitterte ich. Dann waren Bleistift, Fineliner und Edding meine Freunde, und ich strichelte eine A*ki-Maus.

Micky Aoinki #workinprogress

*) Natürlich heißt der Mann nicht A*ki. Aber um einen Ansturm von googlenden Fans auf diesen beschaulichen Winkel des Netzes zu vermeiden, ziehe ich es vor, an Stelle eines o ein Sternchen zu verwenden.

Frau Annette stößt an

Gestern haben wir den Wortmischer schmählich im Stich gelassen bei der EM-Übertragung seines Lieblingsteams, der Furia Roja, gegen die Türken. Ich weiß, sowas macht man nicht unter Freunden. Aber nach dem vorangegangenen deutsch-polnischen Abend war ich leider unpässlich. Doch als ich dann vor dem Betthupferl noch die Zusammenfassung des Spiels gesehen habe, da wusste ich: Unsere Absenz war nicht nur ein sozialer Lapsus. Wir hatten es zudem versäumt, den künftigen Europameister zu sehen.

Andres IniestaDa war er nämlich wieder, dieser kleine Kerl, der mir schon in früheren Turnieren aufgefallen war. Hauptsächlich wegen seiner ungesund gräulich-grünen Gesichtsfarbe. Man denkt immer, gleich wird er auf dem Platz zusammenklappen mit Hirnschlag, Herzinfarkt oder durchbrechendem Magengeschwür, und dann wuselt der sich durch, tanzt durch die gegnerische Abwehr und schlägt Pässe, bei denen Kroos, Schweinsteiger und Kedira vor Neid noch blasser werden als dieser Andres Iniesta selbst. (Herrn Erdogans Gesichtsfarbe habe ich gestern Abend zwar nicht gesehen. Aber ich bin mir sicher, dass im Vergleich zu ihm alle vier genannten Spieler wie das blühende Leben ausgesehen haben werden.)

Eines ist jedenfalls klar: Ich werde kein Spiel der Spanier während dieser EM mehr versäumen. Du kannst schon mal die Tapas vorbereiten, liebster Wortmischer ;-)

||||| 3 Gefällt Dir? |||||

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.