Drei Achterl gehen immer

Ja, ich stelle mir vor, dass wir hier langsam aber sicher allen freundlichen Lesern auf die Nerven gehen mit unserer Fußballerei. Es tut mir leid. Aber was sein muss, das muss sein. Und bald haben wir das Ganze ja auch überstanden.

Ich habe gestern den sich abzeichnenden Getränkeengpass behoben. Nicht dass wir hier arg viel bechern würden, aber die McMahons bevorzugen eben irischen Whiskey am Spieleabend, Frau Annette ist (Weiß-)Weintrinkerin und ich will Bier zum Fußball. Na ja, das Achtelfinale werden wir überstehen mit dem, was ich besorgt habe.
Eigentlich müsste ich froh sein, dass meine spanischen Freunde ihren angekündigten Besuch zur Endrunde kurzfristig abgesagt haben. Bin ich aber nicht. Stellen Sie sich nur vor, was für ein Ambiente das hier in der Wortmischerei gegeben hätte! Dafür hätte ich auch gerne noch eine Schale mit Sangría angerührt. Eigenhändig.

Zum Thema #brexit sind hier übrigens alle ziemlich tiefenentspannt. Herr McMahon bringt die Stimmungslage auf den Punkt: „Selber schuld. Ich habe nichts anderes erwartet. Stur wie Maulesel, das war noch nie eine große Liebe.“ – Auf den möglicherweise trotzdem anstehenden Rosenkrieg warten wir noch.

Die große Liebe?

Der Abschiedskuss …

Frau Annette stößt an

Hallo? Muss ich hier wirklich ein weiteres Mal das Maul aufmachen? Langsam wird das ja etwas albern. Ich sage wieder nur: Boateng! Mein Nachbar. Wenn Özil & Co. noch nicht mal geschenkte Elfmeter im Tornetz unterbringen, dann macht das notwendige Tor der heimliche Chef der Mannschaft eben selbst. Gell, Jérôme, mein Schätzchen? Ja, das Verteidigerduo Boateng und Kimmich sind inzwischen die auffälligsten Angreifer im Team. Das würde mich an Stelle von Thomas Müller und Mesut Özil ganz schön giften. Und ich wette sogar darauf: Das tut es längst.

Ach? Ihr findet, ich sollte ein wenig milder sein? Schließlich hätten ja auch Supermario mal den linken Zeh hingehalten zum 2:0 und dieser Julian Draxler das 3:0 gemacht?
Na danke. Wenn der hoffnungslos unterlegen Gegner dann eh schon in Agonie versinkt, dann wäre es schon mehr als peinlich, wenn da nicht noch was gegangen wäre. Das Spiel geholt hat aber nicht der Sturm sondern die Abwehr. Boateng. So. Und jetzt hat der Wortmischer gerade eine Runde italophilen Averna kredenzt. Salute, amici.

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7 Kommentare

  1. Wann kommt Frau Annettes eigenes Fußballblog? Ich warte drauf. (Und ich bedanke mich für Deine, also Annettes, freundliche Beachtung meiner bescheidenen Internetpräsenz, wo Du als erste mehr als einen Kommentarsatz hinterlassen hast. Ja, das musst ich mal loswerden.)

    • „Wann kommt Frau Annettes eigenes Fußballblog?“

      Ja, das frage ich mich auch. Seit dem Abpfiff der Deutschlandpartie im Achtelfinale jagen hier die Google-Treffer für Annettes ersten Boatengbeitrag die Statistik in schwindelerregende Höhen. Bester Mann im Spiel, oder so. Der Text wurde eben zum fünfhundertsten Mal gelesen. – Tu was, Annette! … /o\

    • Oh je! Einen Fußballblog mach ich ganz bestimmt nicht. Auch wenn die Googlesucher wegen Boateng hier aufschlagen. Das zeigt ja nur, dass Jérôme tatsächlich der heimliche Star ist, aber nicht dass meine kick-analytischen Fähigkeiten überragend wären. (Also nur die Ruhe, lieber Wortmischer. Wer kommt, der geht auch wieder.) ;-x

    • In der Tat, Frau Rosenherz. Und wie mir scheint, in diesem Jahr eher früher als später.

    • Sind Sie sehr traurig, weil Spanien auch ausgeschieden ist? Kann ich sie trösten? Mit ein paar Rosen, die jetzt so herrlich duften in den Gärten?
      Trotz des Verlierens, die Männer haben ihr Bestes gegeben und für Spanien aufs Feld gezogen. Dafür mein Respekt und meine Wertschätzung.

    • Ach geh, aus dem Alter bin ich doch längst raus, in dem man über ein verlorenes Fußballspiel trauert. Es hatte sich ja auch schon im letzten Spiel abgezeichnet. Spanien hat nur ein einziges überragendes Spiel abgeliefert. Und heute haben die Italiener sehr überlegen gewonnen. Ein gerechter Sieg.
      (Hier duftet übrigens gar nichts in den Gärten. Ist alles weggespült. Schade.)

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