Trümmermischer

Vor 33 Jahren haben wir uns kennengelernt, 28 lange Jahre waren wir ein Paar, vor 25 Jahren haben wir die erste gemeinsame Wohnung bezogen und 21 Jahre lang sind wir mittlerweile verheiratet. Am Donnerstag haben die Schmerzdame und ich in verhältnismäßig sachlicher Gesprächsatmosphäre vereinbart, künftig getrennte Wege zu gehen.

Wenn man zu dieser Entwicklung noch meine aktuelle berufliche Situation hinzurechnet und weiterhin berücksichtigt, dass wir derzeit das Familienschloss veräußern wollen, ergibt sich doch ein ganz erheblicher Trümmerhaufen, durch den ich gerade zu waten habe. Es bestätigt sich erneut der Hinweis in meinem Whodunit, nach dem ich  „es auf keinem Gebiet wirklich zu etwas gebracht“ habe.

Richtig ist andererseits – zumindest gemessen an der zerschmetternden Hiobsbotschaft meines gestrigen Blogeintrags -, dass es noch viel ärger kommen könnte. Kann. Also lasse ich den Kopf nicht hängen, hole die ganz große Kehrschaufel aus der Abstellkammer meines Herzens, schippe all die Trümmer zusammen und versuche, aus den neuen Freiheiten das Beste zu machen.

Um den Ansatz eines der treuen Kommentatoren weiterzuspinnen: You look younger than ever, love! Younger than ever! Ha, ha, ha.

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6 Kommentare

  1. *daumendrück*
    Manchmal muss man einfach ein paar Schritte zurückgehen, um richtig Anlauf nehmen zu können.
    Oder: Hinfallen ist keine Schande. Nur Liegenbleiben. (aus Afrika)

  2. „Es bestätigt sich erneut der Hinweis in meinem Whodunit, nach dem ich “es auf keinem Gebiet wirklich zu etwas gebracht” habe.“ Naja, es kann ja nicht alles schlecht gewesen sein, ich habe da gelegentlich von Söhnen und Töchtern gelesen, also muss es ja was geben, was da noch Gutes übrigbleibt.

  3. Vielen Dank, Ihr zwei. – Glücklicherweise ist es ja so, dass ich noch gar nicht richtig hingefallen bin. Ich taumle zwar gerade zwischen den Trümmern um meine Füße, stehe aber noch aufrecht.

    Und natürlich ist nicht auf einmal alles schlecht gewesen, auch wenn ich in zwei oder drei Dingen meiner Lebensplanung grandios gescheitert bin. Jetzt heißt es eben: Kräfte sammeln, ein paar neue Laufschuhe besorgen und nochmal richtig Anlauf nehmen!

    Mal sehen, worin ich es vielleicht doch noch zu etwas bringen werde.

    • Ja, daran denke ich auch jedes Mal, wenn ich Dich wieder am Fachwerk werkeln sehe. Aber aus verschiedenen Gründen muss das Haus raus. Oder wir aus ihm raus. – Ich muss mich jetzt wohl mal unverblümt bei Dir einladen :-)

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