♫ Southbound Again ♩

Semana Santa en Sevilla

So. Jetzt hab ich hier schon so lange nichts mehr geschrieben, dass ich auch gleich noch ein paar weitere Wochen schweigen kann. Es ist nämlich so, dass ich während der drei letzten Ferienzeiten in der Fabrik, genauer gesagt seit April 2016, keinen einzigen Urlaubstag mehr genommen habe. Und nun habe ich sage und schreibe drei Wochen am Stück frei. Yay!

Ich werde Frau A. ins Schlepptau nehmen und in der alten Heimat viele gute Freunde treffen, bevor wir uns nach einer Woche in Barcelona auf den Weg machen, gemütlich an der Küste entlang gondeln über Valencia, Cartagena, Roquetas de Mar. Ein paar Tage Granada und dann das Highlight in Sevilla: die bombastischen Osterumzüge der hermandades, der Bruderschaften, die ein bisschen Ku-Klux-mäßig herumlaufen und in der Semana Santa düster sacrosankte Stimmung verbreiten.

Wetter wird $(#€!$$€, heißt es. Aber das ist mir egal. Ich will mir drei Wochen lang keine Gedanken machen, wann ich am nächsten Tag aufstehen muss. Ich will vernünftigen Kaffee zum Frühstück und eine La Vanguardia dazu. Möglicherweise werde ich sogar die eine oder andere verbotene Substanz inhalieren und nach jedem Mittagessen einen Carajillo schlürfen. Und was ich sonst noch machen werde, geht niemanden etwas an.

Frau A. hat fleißig Spanisch gepaukt, weil sie sich ängstigt, in Unterhaltungen abgehängt zu werden. (Und das ist etwas, was sie überhaupt gar nicht abkann.)
Das wird sicher spaßig, weil mein allerbester spanischer Freund eine ausgeprägte Ader dafür hat, Auswärtige auf eine ungeheuer charmante Art auf den Arm zu nehmen, so dass sie sich dabei sogar geschmeichelt fühlen. Wäre er nicht schwul, er wäre ein begnadeter Womanizer vor dem Herrn!

Aber was wollte ich sagen:

♫ Southbound again I don’t know if I’m going or leaving home
Boy got to be moving
Seems like the boy is bound to roam
Southbound again got no money but I’ve got no a place to go …
Dire Straits, oder so.

~

Also: Wir lesen uns wieder gegen Ende April, wenn ich Schwierigkeiten haben werde, in mein deutsches Leben zurück zu kehren. – ¡Hasta pronto!

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10 Kommentare

  1. Awww, das hört sich paradiesisch an! Wünsche ganz viel Vergnügen, Erholung, Essen und Eindrücke! Hasta luego, oder so! Auf ein gesundes Wiederlesen!

    • Für einen Zwangs-Workaholic wie mich IST das paradiesisch! Danke für die guten Wünsche, das gesunde Wiederlesen wird sich einrichten lassen ;-)

    • For the win! Den hat mein Arbeitskollege mir damals™ auf Montage in España für nach dem Essen empfohlen … und ich habe ihn geliebt!

    • Cortado FTW … ist mir so gar kein Begriff. Ich werde dem mal in den nächsten Wochen nachgehen müssen.

    • Das ist in der Tat eine tolle Aussicht. Ansonsten habe ich keine große Erwartungshaltung. Urlaub muss ha schon auch mal Unvorhergesehenes parat haben, nicht wahr?

  2. Ich wünsche einen erholsamen und aufregenden Urlaub. Erholsam, damit wieder viel Kraft für den Blog gesammelt werden kann und aufregend, damit im Blog auch möglichst viel berichtet werden kann. Du siehst, ich bin überhaupt gar kein Bisschen eigennützig!
    Alles Gute wünscht Frau Spätlese

    P.S. Boah – 3 (!) Wochen.

    • Ja, drei Wochen. Sehr großzügig von meinem Arbeitgeber. Wurde aber auch nur deshalb genehmigt, weil ich ein ganzes Jahr lang überhaupt keinen Urlaub genommen hatte. Insofern hoffe ich natürlich, dass ich mich tatsächlich gut erhole, um wieder mehr Elan zu haben, auch hier wieder mehr zu schreiben.
      Vielen Dank für die guten Wünsche!

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