Papierlos lesen (2)

Auf meiner Suche nach erfüllenden E-Book-Erlebnissen hatte ich mich ja bereits wegen diktatorischer Nutzungsbedingungen und -möglichkeiten gegen Amazons Kindle ausgesprochen. Nun berichtete Blogger Martin Bekkelund über eine merkwürdige Begebenheit, derzufolge eine seiner Bekannten aller bei Amazon gekauften E-Books verlustig gegangen sei, weil der Online-Riese Regelverstöße auf ihrer Seite ausgemacht haben wollte. Sie habe viel Geld investiert, um amazonische Bücher lesen zu können, die ihr dann jedoch allesamt gelöscht worden seien.

Inzwischen ist der Fall in der Presse, und die Betroffene wurde offenbar dank des Druckes der Öffentlichkeit rehabilitiert. Für mich ist dieser Vorfall ein Grund mehr, mich nicht weiter mit dem Kindle zu befassen: Wenn ich einmal für ein Buch oder E-Book Geld ausgegeben habe, würde ich es schon ganz gerne behalten, auch dann wenn mir meine Buchhandlung – aus welchen Gründen auch immer – Hausverbot erteilt. Amazons Digital Rights Management und das nicht standardisierte Dateiformat aber machen es unmöglich, gekaufte E-Books zur Sicherheit zu kopieren, ohne dass man sich dabei strafbar macht.

Kann ja wohl nicht sein. Oder?

(via @Elfengleich)

5 Kommentare

  1. Pingback: Papierlos lesen (3) «

  2. Pingback: Papierlos lesen (5) |

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.