Ciao, bella ciao

Turiner Grabtuch

Frau A. reist gerne*. Sie wirkt schnell ein wenig unausgeglichen, wenn nicht mindestens eine Unternehmung mit wenigstens einer auswärtigen Übernachtung in der Planungs-Pipeline steckt. Mit festem Datum und Zielort. Mir soll das recht sein, zumal die Gefährtin freiwillig und unaufgefordert den gesamten Planungs- und Reservierungsteil der Reisevorbereitungen übernimmt. (Schließlich ist sie ja in der Reisebranche tätig. Da macht man sowas nebenbei mit links.)

Gianluigi Buffon

Ciao, bella ciao!

Während der Herbstferien wurde ich auf eine Fahrt durch die Schweiz nach Turin und weiter an den Lago Maggiore beordert. Turin natürlich wegen der Santa Sindone, diesem heiligen Schwitzlappen (siehe Abbildung oben), und wegen des ägyptischen Museums, der bedeutendsten Sammlungen altägyptischer Kunst und Kultur außerhalb von Kairo. Und natürlich wegen der „Alten Dame Juventus“, einem der ehrwürdigsten europäischen Fußballvereine, dessen Torhüter Gigi Buffon zu den Weltbesten gehört; und das seit dem vergangenen Jahrhundert.
Dieser Buffon, den ich persönlich nicht ausstehen kann**, auf den aber die Frauen abfahren wie einst Maria De Filippis im Formel-1-Boliden in Spa.
Dieser Buffon, der gerade heiße Tränen weint, weil die Squadra Azzurra ausgeschieden ist und er nicht zum sechsten Mal hintereinander und über zwei Jahrzehnte hinweg an der nächsten WM 2018 in Russland teilnehmen darf.
Dieser Buffon, der nächstes Jahr mit vierzig Lenzen und als Multimillionär in Rente gehen wird. – Mein Mitleid hält sich in Grenzen, aber das Heimstadion seiner Mannschaft, das wollte ich schon gern einmal sehen.

Der Lago Maggiore bot im Anschluss Unterkunft und Verpflegung bei Freunden, also musste lediglich für ein paar Tage in Turin eine Bleibe gefunden werden. Frau A. besorgte irgendwo im Internet eine private Bleibe, die ihr von Ortskundigen empfohlen worden war.

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An einem Samstagnachmittag schaukelten wir südwärts am Genfer See vorüber und querten den Großen Sankt Bernhard über die alte Passtraße, der Tunnel war gesperrt. Von da an ging es bergab. Bis nach Turin. Elli Pirelli*** leitete uns mit ihrer leicht quäkenden Stimme durch unbekannte Lande, bis wir im Turiner Stadtviertel San Donato unter Ellis Zielflagge hindurch fuhren.
Wir wurden schon erwartet. Zwei italienische Herren in meinem Alter stellten sich als Guglielmo und Claudio vor, Cousins, wie sie sagten. Doch das mit den Cousins kann man sehr schnell vergessen, wenn man die Altbauwohnung gesehen hat, in die sie uns führten; einen innenarchitektonischen Traum mit messingfarben lasierten Wänden, Kandelabern, metallic-goldenen Kissen, purpurnen Quasten und todschick kombiniertem Mobiliar.

Doch ich nahm das alles nur am Rande wahr. Ich war derart weggetreten, dass Frau A. mich später fragte, ob es mir denn nicht gefalle in der Mietwohnung. Das war es aber nicht, die Wohnung war ein absoluter Traum. Vielmehr hatte mich schon beim Anblick des Portals unten auf der Straße fast der Blitz gestreift: Ich kannte das alles: Die Straße, das Treppenhaus und sogar die beiden Kerle! Genau in dieser Wohnung muss ich vor zweiunddreißig Jahren schon einmal gewesen sein!

Damals, als ich nach der Apokalypse am Atlantik mit Merle und den Holländern durch Italien gurkte, hatten wir auch in Turin einen Aufenthalt eingelegt und tatsächlich in eben dieser Wohnung und mit eben diesen beiden schwulen Typen, Claudio und Guglielmo, ein ziemlich hartes Stück Orgie abgefeiert. – Vielleicht ist dieser Zufall die Gelegenheit, das noch fehlende Stück Geschichte der Laimer Brösel zu Ende zu erzählen?

(Die beiden italienischen Herren haben mich jetzt im Oktober übrigens & glücklicher Weise nicht wiedererkannt. Das wundert mich wenig, zumal ich vor drei Jahrzehnten sehr wenig Ähnlichkeit mit meinem heutigen Ich hatte. Aber auch davon wird in meiner letzten Brösel-Folge sicher noch die Rede sein müssen.)

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Meine Turiner Erlebnisse Mitte der Achtzigerjahre haben übrigens nicht (negativ) auf den Kurzurlaub vor ein paar Wochen abgefärbt. Die Stadt am Po hat einen sehr angenehmen Eindruck bei mir hinterlassen: entspannt, cool, ursprünglich und im Gegensatz zu vielen europäischen Großstädten – Barcelona, Paris, Mailand und Venedig eingeschlossen – touristisch geradezu unterentwickelt. Tolle Restaurants, moderate Preise, sehr viel Italienisch, kein Russisch und wenig Deutsch auf der Straße …

Ciao, bella ciao!

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*) Das ist jetzt nichts Neues für die paar Gäste, die im vergangenen halben Jahr hier vergeblich auf der Suche nach Lebenszeichen vorbei gekommen sind. Ich war ja ständig auf Achse.

**) Dieser Buffon hat sich vor gar nicht so langer Zeit mit unverkennbar faschistischen Aktivitäten hervorgetan, und sein geradezu ekelhaftes Machogehabe geht mir gehörig auf die Nerven.

***) Ich bin fast sicher: Alle Navigationssyteme haben eigene Namen. Die Stimme in der „Silberbüchse“, so heißt das Automobil meiner ehemaligen Familie, das jetzt von Hand zu Hand gereicht wird, hört auf den Namen Elli Pirelli. Nicht verwandt und nicht verschwägert mit Udo Lindenbergs Elli Pyrelli, auch wenn es durchaus stimmliche Parallelen gibt. (Unsere Elli stammt natürlich aus dem Mailänder Pirelli-Clan.)

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Viktorianisches

Victoria & Abdul

Ich war letzthin mit Frau A. im Kino. Genauer gesagt war ich letzthin sogar zweimal im Kino. Aber über den ersten Film – Bullyparade – schreib ich lieber nichts. Es ist peinlich, wenn die wenigen guten Szenen eines Machwerks ausgerechnet die „Ausrutscher“ im Nachspann sind*. Lasst mich also lieber über den zweiten Film schreiben: über Victoria & Abdul.

Es ist spannend zu erfahren, dass die damals wichtigsteste Frau der Weltöffentlichkeit, durch die der Begriff „Viktorianisches Zeitalter“ (florierende Wirtschaft, britische Vormachtstellung) geprägt wurde, sich als Spleen, oder aus persönlichem Ungehorsam, oder meinetwegen sogar aus Verliebtheit einen Berater oder Munshi, wie sie Abdul Karim nannte, leistete. Auf heutige Verhältnisse übertragen wäre das so, als ließe Angela Merkel auf Schritt und Tritt einen syrischen Flüchtling neben sich herlaufen, sich von ihm im Arabischen unterrichten und ihn die Personalentscheidungen zur Besetzung der Regierungspositionen diskutieren. Und dafür zu sorgen, dass Cem Özdemir in den Mittleren Osten abkommandiert würde, um ihr eine echt syrische Zitrone zu bringen. (O-Ton Merkel: „Ich bin die Kaiserin von Syrien, also …“)

Fluch der Karibik

(By the way: best ZEIT-Cover ever!)

 
Eines jedoch ist klar, sowohl in der deutschen Wirklichkeit als auch in der britischen Vergangenheit: So sicher wie einst der Nachfolger von Frau Merkel, also der hessische König Bouffier, den syrischen Munshi zurück in die Wüste schicken würde, so schnell war auch Abdul Karim damals wieder in Indien gelandet. Als gebrochener Mann, wie man liest. Er konnte aus seiner royalen Bekanntschaft keinen Profit schlagen.
(Ich weiß nicht, ob das heute anders wäre. Also ob Frau Merkels Syrer womöglich einen gut dotierten Job zum Beispiel am Hofe von Kim Jong-un bekommen würde. Ich meine, alles ist möglich, wenn deutsche Ex-Kanzler Aufsichtsratschefs bei Rosneft werden können, oder?)

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Themenwechsel: Seit diesem Kinobesuch bin ich ein krasser Verehrer der Schauspielerin Judi Dench, die mit ihren 83 Jahren eine sagenhafte Queen Victoria abgab. Ich meine überhaupt: Wer über zwei Jahrzehnte hinweg in James-Bond-Filmen mitspielt, von Goldeneye bis Spectre, wer seit 1965 Rollen in über fünfzig der bekanntesten Filme** bekommt, wer für sechs Oscars nominiert wird und eben diesen Oscar zumindest einmal verliehen bekommt, wer zur Ritterin des britischen Adels geschlagen wird, die hat zweifellos die Schauspielerei direkt in den Genen verankert.

Victoria & Abdul lebt nicht zuletzt von Großaufnahmen der Gesichter seiner Hauptdarsteller. Die Augen von Judi Dench in dieser Verfilmung werde ich nicht so schnell vergessen. Großartig, was sie da leistet.
(Da macht es fast gar nichts, dass die Handlung des Films ein wenig langatmig ist und dass ich mich furchtbar über diesen depperten Abdul Karim aufgeregt habe, weil er sehenden Auges über den Tod seiner Gönnerin hinaus kein Schrittchen weiter gedacht hat und sich von seinen Gegnern alles kaputt machen lässt, ohne auch nur ansatzweise und rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen, um sein Hab und Gut in Sicherheit zu bringen, solange dafür noch Zeit war. So ein Trottel, meine Herren!)

Ein schöner Film insgesamt, den ich ganz bestimmt noch einmal ansehen werde, sobald er über die Streaming-Dienste verfügbar sein wird. Aber zuvor gehe ich lieber nochmal ins Kino und schau mir Tulpenfieber an, in dem Judi Dench eine umtriebige Klosteräbtissin gibt.
Und dann würde ich natürlich noch gerne die Verfilmung von Angie & Cem, dem Gras rauchenden Papageienflüsterer, zu Gesicht bekommen.

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*) Zur Ehrenrettung der Bullyparade: Der Film hat immerhin dafür gesorgt, dass ich den felsenfesten Entschluss gefasst habe, mir unter gar keinen Umständen Fack ju Göhte 3 anzusehen. Selbstgeißelung ist nur etwas für stark religiöse Menschen, zu denen ich nicht gehöre.

**) Übrigens sogar in einer der Folgen von Fluch der Karibik.

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Freitagstexter-Pokal

Am vergangenen Freitag kniete ich hier in abgerissener Kleidung auf den kalten Fliesen der Wortmischerei, einen zerknitterten Pappbecher vor mir auf dem Boden  stehend mit zwei oder drei Cent-Münzen darin, und bettelte um ein paar Kommentare zu einem Foto aus der beliebten Serie Freitagstexter – ein Bild – keine Limits.

Tatsächlich haben sich fünf Passanten meiner gleich zehnmal erbarmt und ein paar Worte in den Becher die Kommentare geworfen. Ich bedanke mich herzlich beim Herrn Vielfraß, Frau Lakritze, dem Bee, Frau Aururola und dem Christoph – Gott vergelt’s! – ¡Diós os bendiga!

Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Allerdings tauchte schließlich beim Lesen eines der Kommentare ein gruseliges Bild vor meinen Augen auf, das letztlich entscheidend war: Erich Honnecker und Helmut Kohl sitzen sich mit um die Knöchel schlackernden Hosenbeinen gegenüber, und der Kohl sagt zum Honni „Du kriegst nur Klopapier, wenn Du sofort, unverzüglich die Grenze aufmachst“. – Eine wahrhaft beschissene Lage für den Staatsratsvorsitzenden.

Dos vater

„Wie die deutsche Einheit wirklich entstand“

Dieser Untertitel stammt vom Herrn Bee, der Pokal geht also an die Zynæsthesie, und wenn Ihr dort vorbeischaut, werdet Ihr noch einen weiteren Grund finden, warum das diese Woche wirklich gut passt: Lest das Mantra und werft noch einmal einen Blick auf mein Freitagstexterfoto; dann wisst Ihr, woher die Planktonbisse stammen, von denen das Bee schreibt.

Vielen herzlichen Dank an alle, die mit Freude gelesen oder sogar mitgespielt haben. Wir treffen uns alle wieder, und zwar übermorgen beim Bee, wenn es wieder heißt: Freitagstexter, die Feder ist mächtiger als das Pferd!

Zum nächsten Freitagstexter!

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No Limits!

Neulich im KindergartenErst vorgestern Abend bin ich aus dem Auge des Sturms zurückgekehrt, wo ich mit meinen Freunden bei Wein, Bier & Tapas das Unsägliche rauf und runter diskutiert habe, um letztlich dem Herrn Puigdemont alles Gute im belgischen Exil zu wünschen. Auch wenn sie ihn dort nicht haben werden wollen, das Beste wäre, er bliebe dort – ein für alle Mal. Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Denn am Mittwoch hat Frau Lakritze der Teufel geritten, als sie mir den Freitagstexterpokal fein säuberlich auf Hochglanz poliert vor die Hütte gestellt hat. So sei es also.

Es gibt ja gerade jede Menge beschissener Themen auf dieser Welt. (Siehe zum Beispiel da oben in meinen ersten fünf Textzeilen.) Deshalb knüpfe ich heute thematisch nahtlos an meinen letzten Freitagstexter vom 22. September an und präsentiere auch diesmal wieder ein Foto vom Örtchen.
Macht Euch also bereit, besorgt Euch eine Wäscheklammer fürs Näschen und spült erstmal richtig runter, bevor Ihr in die Tasten haut!

Dos vater

(Hier könnte demnächst Dein Text stehen!)

Ich habe mir übrigens sagen lassen, dass das Foto nicht aus Spanien oder Katalonien stammt sondern aus Italien. (Das behauptet jedenfalls meine Informantin.)

Wer anderes oder mehr zu wissen glaubt, der möge sich in den Kommentaren verewigen. Ist ganz einfach und ohne Nebenwirkungen. (Zumindest im Falle, dass ich Deinen Kommentar in der Nacht auf den kommenden Mittwoch nicht prämieren sollte, gibt es keine Nebenwirkungen. Andernfalls bekommst Du von mir den Pokal nachgeworfen, und Du musst darfst den nächsten Freitagstexter ausrichten.)

Möge der Klügstscheißer gewinnen!

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Erst mal durchlüften …

Matamoscas

Puh! – Kaum kommt man nach ein paar Monaten wieder zurück in die Wortmischerei, schon riecht es hier ziemlich schal & abgestanden. Um die ganze Freitagstexterbande in den letzten Wochen hier empfangen zu können, musste ich erst mal die Fenster aufreißen und durchlüften, auch wenn es draußen gerade zwanzig Grad weniger hat als noch in den vergangenen Monaten.

Ja, ich habe meine Schreiberei vernachlässigt. Das liegt in erster Linie daran, dass ich im Sommer 2017 nicht widerstehen konnte, meine freie Zeit so oft und so lange wie möglich in Spanien zu verbringen. Akuter Fall von Heimweh. Und dort, wo ich mich herumtrieb, gab es zu selten WLAN, als dass ich mich parallel auch noch im Internet hätte aufhalten können.
Aber wenn man lange weg war, gehört es sich doch wenigstens, etwas aus der Ferne mitzubringen. Deshalb habe ich Euch das Foto da oben mitgebracht. In einer der Unterkünfte gab es eindeutig zu viele Fliegen. Und weil wegen der Hitze nachts alle Türe offen stehen mussten, halfen auch die vorhandenen Fliegengitter vor den Fenstern nichts. Also rasch beim Chino* vorbei und dort sofort fündig geworden: Vier klebrige Fliegenfänger für eineinhalb Euronen. Ich weiß gar nicht, ob es diese Dinger in Deutschland noch gibt. Hier hab ich jedenfalls schon ewig keinen mehr gesehen. Wahrscheinlich dürfen die hier gar nicht mehr verkauft werden, von wegen „Würde des Fliegenlebens“, oder so. Aber was soll man machen; ich hasse es, früh morgens davon wach zu werden, wenn mir Fliegenscharen über den nackten Hintern krabbeln wie im Pferdestall.

In Spanien heißen die Dinger Atrapamoscas, also „Fang-die-Fliegen“, und liegen beim Chino direkt im ersten Regal hinter der Eingangstüre, auf Augenhöhe. Der Fangerfolg mit dem Atrapamoscas hielt sich jedoch in Grenzen, das sieht man auch auf dem Bildchen da oben. – Ich gestehe, es kam sogar vor, dass ich Fliegen händisch erschlug und dann mit spitzen Fingern auf dem Klebeband platzierte. Sozusagen als Lockvogel für seine Artgenossen: „Seht nur her, wie gemütlich das hier ist auf dem Klebestreifen!“ Hat aber auch nicht viel gebracht.

Um so erstaunlicher ist es, dass das Foto hier in Deutschland sofort als aktuelles Symbolbild zur Lage der Nation herhalten kann: Ein klebriger brauner Streifen, der Schmeißfliegen anlockt**.

Ergebnis Bundestagswahl

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*) Der Chino, also der Chinese, ist in Spanien das, was bei uns früher Tante Emma war. Er führt ein Haushaltswarengeschäft, in dem es nichts gibt, was es nicht gibt … vom klebrigen Fliegentod bis zum salzsäurehaltigen Putzmittel. Der Chino muss nicht unbedingt Chinese sein. Manche Chinos sind auch Vietnamesen oder Pakistani. Der Chino zeichnet sich als Person nur dadurch aus, dass er stoisch in seinem Laden herumsitzt und den Handel möglichst wortlos abwickelt.
Aber immer ist der Chino ein technischer Avantgardist, der seine Kunden mit Dingen konfrontiert, die sie sonst noch nirgends gesehen haben. Mein Chino, also der mit dem Fliegenfänger, hatte neben dem Ausgang eine vollautomatische Kasse stehen. Das Produkt wird vor einen Scanner gehalten, Geldscheine, Plastikkärtchen oder Münzen in einen Kassenschlitz gesteckt oder einen Trichter geworfen. Alles bleibt drin, Wechselgeld kommt aus einer Rutschbahn aus dem Kasseninneren auf den Kunden zugeschlingert. Diese Kasse ist ein eigenständiges, vollkommen in sich geschlossenes Universum. Ich bin sicher, wenn jemand versucht, sie aufzubrechen, be- oder erschießt sie den Einbrecher auch noch automatisch und ohne Zutun des Ladenbesitzers. – Faszinierend!

**) Ich bin entsetzt. Sogar hier im beschaulichen Hochtaunuskreis legen die braunen Fliegenfänger zu und gehen mit 11,2 % noch vor den Grünen und der Linken als viertstärkste Kraft aus dem Rennen. Es wird ungemütlich am Fuße des Feldberges, irgendwie riecht es schon ein bisschen nach $(#€!$$€. – Ich muss unbedingt den Wohnungsmarkt in Barcelona im Auge behalten. Es könnte sein, dass ich 2021 ganz dringend & sofort hier wegziehen muss.

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Freitagstexter-Pokal

Güldner Glanz und heller Schein,
Pokalverleihung, die muss sein.
Ein jeder denkt sich: oh, wie fein
passt dieser Pott in mein Blog rein!

Dann wollen wir doch mal sehen, wer den Topf mit nach Hause nehmen darf. Am vergangenen Freitag habe ich ein zu betextendes Foto veröffentlich, zu dem seither sage und schreibe 8 Kommentare von 6 verschiedenen Teilnehmern eingegangen sind; beinahe schon rekordverdächtig, wenn man sich an einige der letzten Runden erinnert.

Besonders gut gefallen haben mir Christofs lehrreicher Kommentar zum veganen Klopapier – „Silvia war völlig von der Rolle, als sie las, dass es jetzt auch veganes Klopapier gibt.“ – und der dezente Hinweis vom Bee zu den freizügigen Rollenspielen – „Bei ‘Suche heißes Girl für freizügige Rollenspiele’ hatte Greta etwas ganz anderes erwartet.“
Auch la-mammas Papierstau beim Drücken Drucken hat mir zwei, drei heftige Lacher entlockt.
Ziemlich sicher hätte ich mich für Silvia oder Greta oder die Druckerei entschieden, wenn nicht … ja, wenn ich mich nicht in den Nachtstunden der Entscheidungsfindung unverhofft in den Online-Comics um Girl Genius verloren hätte und um ein Haar selbst so geendet wäre wie die junge Dame auf dem Bild.
(Silvia? Oder Greta? Ich finde es ja jedes Mal wieder spannend, welche Namen Freitagstexter den Personen auf den Fotos geben. Letzthin wurde der Pokal ja sogar wegen der „kreativsten Feuerwehrmannnamenswahl: Rubinek“ an den Sieger weitergereicht! Aber das ist ein anderes Thema; Ihr wollt heute sicher viel lieber wissen, wer den Pokal mit nach Hause nimmt.)

Caos en el váter

„War vielleicht doch keine so brillante Idee, die komplette ‘Girl Genius’-Reihe in einer Sitzung durchlesen zu wollen.“

Ist gerade nochmal gut gegangen gestern Nacht, wohl weil mir irgendwann die Klopapierrollen ausgegangen sind. Und so reiche ich in dieser Woche mit einem breiten Grinsen im Gesicht den Pokal weiter an Frau Lakritze. Vielen Dank für das Erlebnis, wir sehen uns dann also in zwei Tagen wieder beim …

Zum nächsten Freitagstexter!

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Die wollen nur schreiben.

Ein wenig peinlich ist es mir ja schon: Da melde ich mich nach langer Abwesenheit mit einem Freitagstexter in der Wortmischerei zurück, schweige danach weiter und komme nun drei Wochen später zum zweiten Mal in Folge mit einem Freitagstexter um die Ecke. (Nicht dass mein persönliches Schreibeckchen im Internet womöglich noch zu einer reinen Dependance der Freitagstexterei mutiert! Das muss anders werden.)

Aber nun ist es eben so gekommen, vom Herrn Bumerang hab ich den Pokal einen Korb bekommen, als Lohn dafür, dass ich einen „grandiosen Hookshot in letzter Sekunde“ gelandet hätte. Vielen Dank an den Bumerang, das ist ein wahrlich bemerkenswertes Lob – insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich meine persönlichen Basketball-Fähigkeiten durchaus in Grenzen halten. (Ich hab mir mal dabei den kleinen Finger der linken Hand gebrochen; das, so glaube ich, ist das erwähnenswerteste Ereignis meiner Karriere als Slam Dunker.)

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Wie dem auch sei, ich präsentiere also gemäß Reglement nun das offizielle Freitagstexterbildchen der Woche. Wischt Euch die Augen, putzt die Brillengläser, nehmt vor dem Bildschirm Haltung an …

Caos en el váter

(Hier könnte demnächst Dein Text stehen!)

Und nein, das ist nicht Frau A. Und auch nicht Tochter 3.0. Beide verwehren sich gegen den bloßen Verdacht! (Vielmehr habe ich das Foto wie so oft per Mail von Supportern* der Wortmischerei zugeschickt bekommen und für gut befunden.)

Nun heißt es also für Euch, in die Tasten zu greifen. Schreibt mir in die Kommentare, was Euch zu der Dame da oben einfällt. Ich hoffe auf rege Teilnahme, damit ich richtig ‘was zu knobeln habe in der Nacht auf den kommenden Mittwoch. Macht mir die Entscheidung so richtig schwer, das wäre schön \o/

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*) So nennt man diese Leute heutzutage, glaub ich. Früher hätte man von Unterstützern oder gar von Mäzenen gesprochen, o tempora o mores! – (Man stelle sich nur vor, es hieße in den Biografien, der Fürst Lichnowsky sei Beethovens Supporter gewesen. Das könnte man doch so keinesfalls stehen lassen.)

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